Nicht der Meister im Fliegen ist ein guter Fluglehrer,
sondern der, dessen Flugschüler zum Meister wird.

Die Ausbildung zum Ultraleicht-Piloten gliedert sich in zwei Hauptbereiche: Theorie und Praxis. In Deutschland wird die Ausbildung durch die zuständigen Luftfahrtbehörden geregelt und erfolgt in Zusammenarbeit mit Flugschulen, die vom Deutschen Ultraleichtflugverband (DULV) oder dem Deutschen Aero Club (DAeC) anerkannt sind.

Theorieausbildung

Die theoretische Ausbildung vermittelt das notwendige Wissen für einen sicheren Flugbetrieb. Sie umfasst sechs Prüfungsfächer:

  • Luftrecht: Regeln und Vorschriften der Luftfahrt
  • Meteorologie: Wetterkunde und Interpretation von Wetterkarten
  • Flugfunk: Kommunikation im kontrollierten und unkontrollierten Luftraum
  • Navigation: Kartenkunde, Streckenplanung und Orientierung
  • Technik: Aufbau und Funktionsweise von Ultraleichtflugzeugen
  • Verhalten in besonderen Fällen: Notverfahren und Sicherheitsmaßnahmen

Pyrotechnische Einweisung

Ist im Flugzeug ein Gesamtrettungssystem verbaut, ist zusätzlich eine pyrotechnische Einweisung erforderlich. Diese Schulung behandelt den sicheren Umgang mit dem Rettungssystem und schließt mit einer Prüfung ab.

Praxisausbildung

Die praktische Ausbildung umfasst mindestens 30 Flugstunden. Unter Anleitung eines Fluglehrers lernen die Flugschüler die sichere Handhabung des Ultraleichtflugzeugs in verschiedenen Situationen.

Vorbereitung und Checklistenarbeit

Kontrolle des Flugzeugs vor dem Start sowie strukturierte Anwendung von Vorflug-, Triebwerks- und Nachflugchecklisten.

Rollübungen

Beherrschung des Flugzeugs am Boden, inklusive Geradeausrollen, Kurvenrollen und Bremsübungen.

Start- und Landetraining

Training von Starts und Landungen unter verschiedenen Bedingungen – mit und ohne Motorunterstützung.

Flugmanöver

Kurvenflug, Steig- und Sinkflüge, Stabilisierung in verschiedenen Fluglagen sowie sichere Flugführung.

Notverfahren

Simulation von Triebwerksausfällen und anderen Notfällen mit Fokus auf sichere Entscheidungsfindung.

Überlandflug

Mindestens zwei Überlandflüge mit jeweils 200 Kilometern Strecke und Zwischenlandung, durchgeführt mit Fluglehrer.

Abschlussvorbereitung

Alleinflüge, Intensivtraining und Wiederholung aller Verfahren zur gezielten Prüfungsvorbereitung.

Besonderheiten bei UL-Hubschraubern

Für Ultraleicht-Hubschrauber gelten erhöhte Stundenanforderungen, da deren Steuerung komplexer ist und besondere Anforderungen an die Piloten stellt.

Abschluss und Prüfung

Theoretische Prüfung

Die sechs Fächer werden schriftlich geprüft. Der Alleinflug ist erst möglich, wenn die Prüfungen in Technik und Verhalten in besonderen Fällen bestanden wurden.

Praktische Prüfung

Im praktischen Teil werden die fliegerischen Fähigkeiten überprüft. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Schüler ihre Ultraleicht-Pilotenlizenz.

Fristen

Die praktische Ausbildung muss spätestens drei Jahre nach Bestehen der theoretischen Prüfung abgeschlossen sein.

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